Als mein letzter Hund starb, war mir und meiner Familie ganz schnell klar, dass wir uns nach einem neuen Gefährten sehnen.
Auf diesen Verein stieß ich durch puren Zufall… und als wir Jack gesehen haben, waren mein Mann und ich direkt Feuer und Flamme. Natürlich denkt man darüber nach, ob es eine gute Idee ist, einen Hund ins Haus zu holen, den man vorher noch nie gesehen hat und wir waren alle die Zeit von der Vermittlung bis hin zur Ankunft sehr, sehr aufgeregt. Dazu kam, dass dieser Transport genau in der Zeit passierte, als die Corona-Pandemie anfing, Europa in Schach zu halten. Die Grenzen schlossen nach und nach und wir zitterten darum, dass die Hunde überhaupt ankommen konnten. Der Fahrer leistete übermenschliches, er fuhr tausende von Kilometern, kümmerte sich immer zwischendurch um die Hunde und musste auch noch um sich selbst bangen, ob er dann auch wieder nach Hause nach Russland kommen konnte. Nicht jeder hätte das für die Hunde durchgezogen, immer wieder Hut ab für diesen Mann.
Dann war er da, unser Jack, und wir waren überglücklich dass er alles gut überstanden hatte. Auf der Heimreise von dem Treffpunkt war er ganz ruhig im Auto. Die ersten Tage war er natürlich sehr ängstlich und hielt sich am liebsten draußen in unserem Garten auf. In umschlossenen Räumen fühlte er sich eine ganze Zeit lang unwohl, verständlich. Mittlerweile aber ist er immer gern in unserer Nähe, ob drinnen oder draußen, ein sehr lieber und braver Hund. Ein richtiger Schmuser. Auch unsere Katze war bald wieder entspannt, als sie merkte, dass er ihr nichts antut außer sie ein bisschen neugierig abzuschnuffeln.
Wir haben diese Entscheidung bis heute nicht bereut, im Gegenteil. Bald kommt wieder eine neue Fellnase aus Russland in unsere Familie, wir nehmen noch „Kleiner“ auf, und lassen uns auf das nächste Abenteuer, nämlich ein Mehrhundehaushalt, ein. Aber diese Hunde sind alle sehr gut sozialisiert und unsere beiden werden dann bestimmt, so hoffen wir, dicke Kumpels.