Herzlich willkommen bei Ein Herz für russische Tierschutzhunde e.V.

Lana und Dino

Hallo ihr Lieben,
ich bin Lana und inzwischen geschätzte 12 Jahre alt. Mit etwa 5/6 Jahren kam ich nach Deutschland. In Russland hatte ich anfangs ein Zuhause, in dem ich viel gelernt habe. Ich bin gut erzogen und doch bin ich aus irgendeinem Grund irgendwann ausgesetzt worden. Ich musste mich auf den Straßen Moskaus durchschlagen und bin irgendwann kurz nach Silvester von Menschen fast verhungert, abgemagert und mit Bissspuren gefunden worden. Diese Menschen gaben mir ein gutes Heim in einer Pflegefamilie mit anderen Hunden und Tieren. Ich bekam genügend Futter, nahm zu und konnte mich gut integrieren. 2017 hatte meine jetzige Besitzerin mich auf der Facebookseite der jetzigen „Herz für russische Hunde“ gesehen und sich sofort in mich verliebt. Das war aber auch nicht schwer, denn ich habe eine ganz tolle und liebevolle Ausstrahlung.
Im Mai 2017 hatte ich das Glück, nach Deutschland zu kommen. Hier hat mich mein neues Frauchen in Berlin abgeholt. Ich war total ängstlich, aber sie hat mich so liebevoll in Empfang genommen, dass ich problemlos in den Wagen gestiegen bin, nachdem wir erst einmal eine kleine Runde spazieren waren, um uns kennenzulernen. Nach etwa 3 Stunden Heimfahrt sind wir dann endlich in meinem neuen Zuhause angekommen und ich habe alles erkundet. Die ersten Spaziergänge in der neuen Umgebung waren ungewohnt und die Angst war immer da, das etwas passieren könnte. Ich erinner mich noch, wie es einmal gewittert hatte und ich solche Angst hatte, dass ich mich unter die nächstgelegensten Büsche verkrochen habe. Heute interessiert mich Gewitter und Knallerei kein Stück mehr, im Gegenteil, Silvester schaue ich mir alles ganz interessiert an, wenn die Raketen hochgehen. Das Meer kennenzulernen war auch toll, aber so wirklich mögen…. Na ja, bis zum Bauch gehe ich zumindest rein. Geduld und Verständnis meines Frauchens haben mich so gefestigt, dass es mir egal ist, was von außen kommt. Sie ist ja da und achtet auf mich.
Inzwischen habe ich noch Pferde und Katzen kennengelernt und es ist immer toll, wenn ich mit meinem Frauchen mit zu den Pferden darf. Ein paar schöne Fotos von mir werdet ihr auch noch sehen. Die ersten zwei Jahre hatte ich immer Angst vor Gegenständen, die über meinem Kopf waren und alles was neu war, war eine wahre Herausforderung. Jetzt geht es mir so gut, dass ich in unserem Rudel sogar der Anführer bin. Ich bin seelisch so gefestigt, dass ich den Katzen liebevoll sage, wo es lang geht, und beim Pferd schmeiße ich mich gerne mal voller Selbstvertrauen vor ihm hin. Ich weiß ja, er tut mir nichts.
Seit letztem Jahr Juni ist dann Dino, zu unserem kleinen Rudel dazugestoßen. Mein Frauchen hat ihn zufällig auf derselben Seite, wo auch ich stand, gesehen und es hat ihr das Herz zerrissen, dass er mit ca. 7 Jahren noch immer im Tierheim war. 6 Jahre hat er dort verbracht, doch jetzt geht es ihm gut. Er kann zwar nicht richtig hören, aber das macht nichts. Er hat sehr schnell gemerkt, dass ich ihn beschütze und auf ihn aufpasse. Er lernt jeden Tag mehr zu vertrauen. Was war er am Anfang ängstlich. Mehr noch als ich anfangs. Egal wo wir lang gegangen sind und egal wo wir sind, seine Rute war eingeklemmt und schaute gefühlt an der Brust wieder raus. Jetzt läuft er schon mit erhobener Rute durch die Gegend und lernt, wie man sich benimmt. Er hat tatsächlich und da bin ich mächtig stolz auf ihn, innerhalb von 3 Tagen gelernt stubenrein zu werden. Er kannte ja tatsächlich kaum etwas. Autofahren war anfangs kaum möglich mit ihm. Entweder hat er eingemacht oder gespuckt. Inzwischen geht es schon besser und er hechelt nur noch viel. Geduld bei ihm ist so wichtig, wie auch liebevolle Strenge. Ich bin begeistert, wie lieb er auch bei seinem Namensvetter Dino, dem Pferd, war. Auch da zeigt er wenig scheu, allerdings sind ihm die Geräusche dort suspekt. Selbst mit den Katern kommt er zuhause gut klar. So abgemagert wie er hier ankam, so gut sieht er heute aus. Schaut euch gerne unsere Bilder an. Wir haben uns richtig gut gemacht. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass die Beschreibungen von uns recht treffend waren. Es ist immer zu bedenken, dass wir uns entwickeln, wenn wir woanders hinkommen und es immer seine Zeit braucht um anzukommen und zu wissen, wir gehören hier hin, werden nicht mehr abgegeben und dürfen ankommen. Bei mir dauerte es ca. ein Jahr und Dino ist immer noch dabei zu erkennen, dass er nicht mehr weg muss.

Ich wünsche allen viel Glück, Spaß und eine tolle Zeit miteinander. Liebe Grüße, Lana und Dino

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