Vor drei Monaten adoptierten wir Fischka aus dem Moskauer Tierheim und können mit Gewissheit sagen: wir haben es nicht bereut!
Wir wussten von Anfang an, Fischka ist eine Angsthündin, die schon 7 Jahre alt ist und 5-6 Jahre im Tierheim verbrachte und zuvor als Straßenhund lebte. Uns war also klar, wir werden keine ganz einfache Hündin übernehmen. Wir wollten es trotzdem versuchen. Denn wir hatten uns schon immer so einen Zottelhund gewünscht und fanden, dass sie laut Beschreibung sehr gut zu uns passen würde. Ich selbst habe auch Hundeerfahrung und traute mir einen „Angsthasen“ zu. Nicht zuletzt gab uns aber auch der Tierschutzverein viel Sicherheit, indem uns einzelne Tierschützer persönlich jeder Zeit während der Vermittlung zur Seite standen.
Ende Juli zog dann ein vor Angst erstarrtes, trauriges Hundewesen bei uns ein. In den ersten Tagen wollte Fischka vor lauter Furcht und Unsicherheit kaum laufen. Aber sie ließ sich anfassen, mit beruhigender Stimme trösten und machte sehr schnell Fortschritte. Ich hatte immer den Eindruck, dass sich Fischka mit aller Kraft anstrengte, diese für sie völlig neue Lebenswelt zu bewältigen. Sie baute sehr schnell eine Beziehung zu mir auf und orientiert sich nun im Zweifel in allem an mir. Wenn ich jetzt mit Fischka spazieren gehe, erlebe ich ein fröhliches Hundemädchen, das Lust auf das Leben hat. Und wenn es danach nach Hause geht, freut sie sich riesig über ihre Mahlzeit und ist glücklich über ihren ganz eigenen, kuscheligen Schlafplatz. Es ist eine sehr berührende und frohmachende Erfahrung für uns, die vielen kleinen, stetigen Fortschritte an Fischka zu erleben und zu sehen, wie sie zunehemend aufblüht.
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